#ReframingQuotenfrau

100 Journalist*innen sprechen sich für eine Quote von 50 Prozent Frauen aus – und zwar ab sofort!

Rund 100 Journalist*innen, Medienfrauen und Männer aus der Branche haben sich in Österreich an der Kampagne #ReframingQuotenfrau beteiligt. Den häufig als Schmähwort verwendeten Begriff „Quotenfrau“ neu zu besetzen, ist offenbar vielen ein Anliegen. Denn, wie es Unterstützerin Elfie Hammerl treffend formuliert: „Es ist ganz einfach: Wer Frauenquoten verhindert, fördert den Quotenmann.“ – „Jede Frau, die über eine Quote in ihre Position gelangte, musste zumindest das Gleiche wie ihre männlichen Kollegen leisten“, sagt Martina Madner, eine der beiden Vorsitzenden des Frauennetzwerks Medien. „Fakt ist, dass Frauen über Quoten nur bei gleich guter Qualifikation und bei einem geringen Frauenanteil bevorzugt werden“, ergänzt Alexandra Wachter, ebenfalls Vorsitzende des Netzwerks.

Zitate zu #ReframingQuotenfrau

Die Teilnehmer*innen in Österreich

Clara AkinyosoyeSophie-Kristin HausbergerDamita Pressl
Hildegard Aman-HabachtJana-Sophie HeumaderMagdalena Punz
Anna-Maria BauerChristina HiptmayrManuela Raidl
Iris BonavidaElisabeth Hirt Christian Rainer
Julia Breitkopf Andrea HodoschekMelanie Raidl
Sabine Bretschneider Elisabeth HoferNadja Riahi
Birgit BrieberMünire InamAnna Richter-Trummer
Bernadette BrucknerNermin IsmailAlexandra Rotter 
Isabelle DanielChristiana JankovicsRaphaela Scharf
Marina DelchevaMaria Jelenko-BenediktNina Schedlmayer
Valentina DirmaierCathrin KahlweitKatharina Schell
Amra DuricMonika KalcsicsSusanne Schnabl-Wunderlich
Sissi EigruberEja KappellerNana Siebert
Karin FeilerAnita KieferMara Simpeler
Sabine FischHanna KordikOlivera Stajić
Katharina FlorianDaniela KrausFanny Stapf
Euke FrankAstrid KuffnerKarin Strobl
Beatrice FraslBarbara LambEva Strommer 
Nicole FriesenbichlerMari LangPetra Stuiber
Sarah FürlingerWaltraud LangerManuela Tomic
Vera GasberCatherine LankesBarbar Tóth
Elke Glassner Eva LinsingerManuela Vollmann
Antonia GössingerLou Lorenz-DittlbacherAndrea Vyslozil
Dodo Gradištanac (Roščić)Martina MadnerAlexandra Maritza Wachter
Nikki Gretz-BlanckensteinJan MarchartEva Wackenreuther
Stefanie Groiss-HorowitzEdith MeinhardtAnna Wallner
Simone GrössingMonika MertlDiana Weidlinger 
Kathrin GulneritsUrsel NendzigMarina Wetzlmaier 
Yilmaz GülümLydia NinzYvonne Widler
Barbara HaasKatinka NowotnyRosa Winkler-Hermaden
Nadja HahnChristian NusserEva Winroither
Caroline HaidacherJelena Pantić-PanićArmin Wolf
Menerva Hammad Julia PapstBrigitte Wolf
Elfriede HammerlNorbert PhilippKathrin Zechner 
Brigitte HandlosMonika Posch
Unterstützer*innen #ReframingQuotenfrau

Das Netzwerk fordert Frauenquoten von 50 Prozent

Die Bemühungen in Redaktionen, um Frauen auf allen Ebenen gleichzustellen, schreiten zu langsam voran. Deshalb fordert das Frauennetzwerk Medien von Politik und Medienunternehmen:

  • Frauenquoten von 50 Prozent auf allen Ebenen (Redaktion, Management und Ressortleitung, Chefredaktion, Direktionen und Geschäftsführungen, Vorstände und Aufsichtsräte)
  • Verbindliche Zeitrahmen und Frauenförder-Pläne, mit klaren und transparenten Schritten zu den 50 Prozent
  • Veröffentlichung eines jährlichen Monitoringberichts zu den Frauenanteilen auf allen Ebenen
  • Benefits für messbar herausragende Bemühungen und Sanktionen für jene Medienunternehmen, die sich nicht um mehr Frauen in ihrem Unternehmen bemühen. Beides ließe sich im Rahmen der Medienförderung einfach umsetzen. 

Männerdominanz in den Chefredaktionen

Der aktuelle Journalismus-Report vom Medienhaus Wien dokumentiert, dass mittlerweile 47 Prozent weibliche und 53 Prozent männliche Journalist*innen in den Redaktionen vertreten sind. Bei den Leitungsfunktionen sieht es aber anders aus: Hier sind zwei Drittel Männer. „In den Chefredaktionen gibt es nach wie vor eine unübersehbare Männerdominanz. Insbesondere bei Tageszeitungen sind Chefredakteurinnen nach wie vor Einzelfälle“, sagt Madner. „Dass heterogene Teams von vielfältigen Perspektiven geprägt sind und demnach Vorteile bringen, ist mittlerweile vielfach belegt“, sagt Wachter. Diversität in Teams bringt nicht nur mehr Gerechtigkeit und Repräsentation, sondern auch wirtschaftlichen Erfolg. Das zeigen Studien der Unternehmensberatung McKinsey seit mehreren Jahren. Deshalb sind beide überzeugt: „Es braucht eine Frauenquote in den Medien – und zwar jetzt, sonst erreichen wir 50 Prozent Frauen bis in die Führungsebenen nie!“

Wie es begann – und nun weiter geht

Das Frauennetzwerk Medien hat die Aktion #ReframingQuotenfrau von den Kolleginnen von ProQuote aus Deutschland übernommen und nach Österreich gebracht. Es begann anfänglich klein, wurde immer größer. Da Quoten nicht nur in der Medien-Branche Sinn machen, tragen die Taskforce Gender und Diversity der Uniko die Aktion an die Universitäten sowie die Plattform Chancengleichheit und die AK Wien in die Wirtschaftswelt. 

Berichte über #ReframingQuotenfrau

Quotenfrau ist kein Schmähwort. Die Kampagne #ReframingQuotenfrau untermauert die Notwendigkeit von verbindlichen Frauenquoten in Medien. Erschienen im Medianet am 29.1.2021

Frauennetzwerk Medien fordert Frauenquoten von 50 Prozent auf allen Ebenen. Medienunternehmen, die sich nicht um mehr Frauen in ihrem Unternehmen bemühen, sollen sanktioniert werden. Im Standard-Etat am 28.1.2021

Frauennetzwerk Medien fordert 50-Prozent-Quote. Rund 100 Journalistinnen und Journalisten unterstützen den Appell. In der Wiener Zeitung am 28.1.2021

Frauennetzwerk fordert mit #ReframingQuotenfrau Quote in Medien. Ziel der Kampagne ist es, den häufig als Schmähwort verwendeten Begriff „Quotenfrau“ neu zu besetzen. Im Horizont am 28.1.2021

Von Frauenquoten und Quotenfrauen, Warum Frauenquoten für eine gerechtere Verteilung von Pflichten und Benefits im Arbeitsleben sorgen – und der Begriff Quotenfrau eine Auszeichnung sein sollte. Von unserer Vorsitzenden Martina Madner in der Wiener Zeitung am 16./17.1.2021

Beleidigung „Quotenfrau“? Von wegen. Von Anna Goldenberg, im Falter am 16.12.2020