Halbe-Halbe beim Geld und den Positionen

Wir vom Frauennetzwerk Medien machen uns seit über 20 Jahre die Räuberinnenleiter und setzen uns für Gleichstellung in und außerhalb der Medien ein. Ein Schritt in diese Richtung sind Gleichstellungskriterien in der Medienförderung. Deshalb forderten wir solche beim 23. Journalistinnenkongress – gemeinsam mit unseren wunderbaren Kolleginnen aus Oberösterreich und Salzburg: Heidi Vitéz (Vorstandsmitglied des Oberösterreichischen Presseclubs) und Romy Seidl (Gründungspräsidentin der Salzburger Medienfrauen), gemeinsam mit unserer Netzwerkfrau Daniela Kraus (Geschäftsführerin des Presseclubs Concordia), gemeinsam mit Maria Rauch-Kallat (Initiatorin des Österreichischen Journalistinnenkongresses) und Elisabeth Pechmann (Initiatorin der Forderungen und ehemals auch Teil des Vorstands des Frauennetzwerk Medien).

Konkret geht es uns um eine Verpflichtung aller Medien, die Fördergeld erhalten wollten zu

  • konkreten Zielwerten für die Besetzung redaktioneller und kaufmännischer Führungspositionen 
  • umfassenden, zeitlich wie inhaltlich konkreten Gleichstellungspläne 
  • Recruiting- bzw. Aus-/Weiterbildungs-Strukturen, die Chancengleichheit gewährleisten 
  • redaktionellen Richtlinien für eine thematisch wie inhaltlich gender-kompetente Arbeit

Gleichstellung in der Medienförderung – die Forderungen im Detail

Das Ziel: eine Repräsentanz der Geschlechter in der Medienlandschaft gemäß ihrem Anteil an der Bevölkerung oder wie unsere Vorsitzende Martina Madner das beim Kongress gesagt hat:

Wir sind aktuell 51 Prozent Frauen in Österreich, wir wollen also auch 51 Prozent aller Posten bis hinauf zur Führungsebene in den Medien und 51 Prozent der Löhne und Gehälter – und deshalb mehr Fördergeld für Medien, die das auch wollen.

Martina Madner, Vorstandsvorsitzende des Frauennetzwerk Medien

Es sollte ein lauter Weckruf für die politisch Verantwortlichen sein – unsere Netzwerkfrau Julia Pabst, Journalistin und Fotografin, hat aufgezeichnet. Fotos: APA / Jacqueline Godany

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