Journalistinnen-Preis

Frauen vor den Vorhang: Eva Winroither ist 8. Wiener Journalistinnenpreisträgerin, Noura Maan erhält den 3. Jungjournalistinnenpreis

Die Journalistin Eva Winroither erhielt am 24. Jänner 2019 den Wiener Journalistinnenpreis. Der Preis ist eine Initiative des Frauennetzwerks Medien und zeichnet hervorragende journalistische Arbeit mit frauenpolitischem Fokus aus. Der diesjährige Wiener Journalistinnenpreis steht unter der Schirmherrschaft von Frau Frauenstadträtin Kathrin Gaal, Herrn Stadtrat Peter Hanke und der designierten Vizebürgermeisterin Birgit Hebein. Der mittlerweile zum dritten Mal vergebene Jungjournalistinnenpreis, den das Frauennetzwerk Medien in Kooperation mit dem Privatsender „PULS 4“ verleiht, ging an die „Standard“-Journalistin Noura Maan. „Beide Preisträgerinnen zeichnen sich durch ihr Engagement für die Sache und ihre Konsequenz in der Umsetzung aus. Sie sind Qualitätsjournalistinnen mit Vorbildunktion“, stellte Alexandra Wachter als stellv. Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien und Moderatorin des Abends bei der Preisverleihung am 24. Jänner im Wiener Rathaus fest.

Alexandra Wachter (stellv. Vorsitzende Frauennetzerk Medien u. Puls4), Brigitte Handlos (ORF), Noura Maan (Preisträgerin Jngjournalistinnenpreis u. Der Standard), Eva Winroither (Preisträgerin Wiener Journalistinnenpreis u. Die Presse), Karin Strobl (Heidi Glück Spirit & Support), Kristin Allwinger (Vorstand Frauennetzwerk Medien u. Akonsult). v.l.n.r. Foto: DI Katharina Schiffl

Eva Winroither ist seit 2011 Chronikredakteurin und leitet das Leben-Ressort der Tageszeitung „Die Presse“. In der Jurybegründung heißt es: „Eva Winroither taucht in die Themen mit einem hohen Grad an Sachlichkeit, Unvoreingenommenheit und Unbefangenheit ein. Ihre tiefgründigen und fundierten Recherchen machen Hintergründe transparent und Zusammenhänge sichtbar. Sie ist mutig und hartnäckig – detailgenau und analytisch, aber auch unterhaltsam.“ Originalität, Weltoffenheit mit einer Affinität zu Frauenthemen – Winroither erfülle die drei Kriterien für den Preis hervorragend, so die Jury.

Der Jungjournalistinnenpreis ging heuer an die Journalistin Noura Maan. Die 29-Jährige ist seit fünf Jahren Außenpolitik-Redakteurin beim „Standard“ und war zuvor freie Mitarbeiterin bei der Associated Press und auch in der Auslandsredaktion des ORF tätig. „Noura Maans Geschichten sind präzise, ihre Kommentare sind analytisch und bringen Benachteiligung und Diskriminierung auf den Punkt“, begründete die Jury ihre Wahl. Die Berichterstattung von Maan steht „immer unter einem feministischen Blickpunkt“, wie sie selbst betont. Das zeigte sich etwa in ihrer pointierten Analyse des Falls Brett Kavanaugh.

Der Wiener Journalistinnenpreis ist eine Auszeichnung des Frauennetzwerk Medien für herausragende journalistische Leistung und mit 5.000 Euro dotiert. Er ist auf Initiative des Frauennetzwerk Medien gemeinsam mit Stadträtin Renate Brauner entstanden. Über die Vergabe entscheidet der Vorstand des Frauennetzwerkes Medien, der als Jury fungiert. Das Preisgeld stiftete die Wien Holding, die Statuette finanzierte die Wirtschaftsagentur Wien. Der Jungjournalistinnenpreis ist ebenfalls eine Auszeichnung des Frauennetzwerk Medien in Kooperation mit dem Privatsender PULS 4. Das Ziel ist, eine talentierte und vielversprechende Nachwuchsjournalistin vor den Vorhang zu holen. Das Preisgeld von 1000 Euro für den Jungjournalistinnenpreis stiftete der Privatsender PULS 4.

Die Preisträgerinnen davor:

Der 7. Wiener Journalistinnenpreis ging an Solmaz Khorsand, Redakteurin bei der „Republik“, davor bei der „Wiener Zeitung“,  den 2. Jungjournalistinnenpreis erhielt die „Kurier“-Journalistin Elisabeth Mittendorfer. Hier mehr zur Preisverleihung 2018.

Die Jury des Frauennetzwerk Medien hat den 6. Wiener Journalistinnenpreis der Profil-Redakteurin Edith Meinhart zuerkannt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und die Preisträgerin erhält zusätzlich eine Statuette. Zusätzlich hat das Frauennetzwerk Medien 2016 erstmals den mit 1.000 Euro dotierten Jungjournalistinnenpreis vergeben. Diesen hat die Jury der Wienerin-Redakteurin Jelena Gučanin zuerkannt. Die feierliche Preisverleihung hat am Montag, 28. November 2016, um 19 Uhr im Rathaus Wien stattgefunden. Hier Bilder von der Preisverleihung 2016. Einen Beitrag von W24 dazu findest du hier.

2015:
Der Wiener Journalistinnenpreis 2015 ging an Christa Zöchling (profil).
Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Festakts im Wiener Rathaus statt. Auf dem Bild: Sigrid Oblak (Wien Holding), Preisträgerin Christa Zöchling, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Tessa Prager (Senior Editor NEWS).
Bild: photonews.at/georges schneider

Begründung der Jury:
Christa Zöchling, geboren 1959 in Graz, arbeitet seit 1992 als innenpolitische Journalistin für das Wochenmagazin profil. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit der FPÖ, dem Rechtspopulismus in Österreich. Auch unter ihren zahlreichen anderen Themen finden sich immer wieder „Ungereimtheiten“ in der österreichischen Innenpolitik. Als Zeithistorikerin gelingt es ihr, wichtige Verknüpfungen mit historischen Ereignissen herzustellen. Immer schaut sie dabei auch über den eigenen Tellerrand.

2014
Der Wiener Journalistinnenpreis 2014 ging an Corinna Milborn, Infochefin und Moderatorin (Pro&Contra) bei der Privat-TV-Sendergruppe ProSiebenSat.1.PULS 4.
Wiener Journalistinnen-Preis 2014 geht an Corinna Milborn (Bildmitte). Links: Karin Strobl, rechts: Elisabeth Pechmann.
Bild: Katharina Schiffl. Hier findet ihr weitere Bilder des Festakts im Wiener Rathaus

Begründung der Jury:
„Im besten Sinn multimedial“ besteche Corinna Milborn durch ihre große publizistische Vielseitigkeit, verbunden mit einer unmissverständlichen Haltung gegenüber Menschenrechts- und Globalisierungsfragen, so die Jury des Frauennetzwerk Medien in ihrer Begründung. Ob als Journalistin und Chefredakteurin in Print und Fernsehen, mehrfach preisgekrönte Buch- und Filmautorin, Diskussionsleiterin und Moderatorin, TV-Managerin oder „Twitterkönigin“ mit über 20.000 Followern, eines macht sie, unabhängig von der medialen Umgebung, klar aus: „Corinna Milborn ist immer leidenschaftlich in der Sache und bleibt immer verbindlich im Ton“, erklärte die Präsidentin des Frauennetzwerk Medien, Karin Strobl.

2013
Der Wiener Journalistinnenpreis 2013 ging an ORF-Radiojournalistin Petra Pichler.
Petra Pichler (ORF) erhält den Wiener Journalistinnen-Preis 2013. V.l.n.r.: Maria Vassilakou (Vizebürgermeisterin), Brigitte Handlos (ORF), Petra Picher (ORF), Renate Brauner (Vizebürgermeisterin), Karin Strobl.
Bild: Katharina Schiffl.

Am 7. Oktober 2013 wurde zum dritten Mal der Wiener Journalistinnenpreis vergeben. Er ging an die ORF-Hörfunkjournalistin Petra Pichler. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen eines Festakts im Wiener Rathaus büerreicht. Mit dem Preis soll „ein deutliches Signal“ gesetzt werden, um Leistungen von Frauen in der Medienbranche besonders zu betonen, erkälrte Karin Strobl, Vorsitzende des Frauennetzwerk Medien.

2012
Der Wiener Journalistinnenpreis 2012 ging an Andrea Hodoschek, stellvertretende Wirtschafts-Ressortleiterin (Kurier).
v.l.n.r.: Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Stadträtin Sandra Frauenberger, Preisträgerin Andrea Hodoschek, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Karin Strobl.
Bild: Katharina Schiffl.

Begründung der Jury:
In der Begründung wird vor allem Mut und Beharrlichkeit der journalistischen Arbeit von Hodoschek herausgestrichen: Andrea Hodoschek recherchiert akribisch auch durchaus trockene Wirtschaftsmaterien und macht aus ihren Recherche-Ergebnissen gut lesbare, spannende und auch bei komplexen Sachverhalten verständliche Geschichten. Sie deckt Missstände auf, berichtet wie sich’s die, „die das Gold haben“, richten können, zeigt Verknüpfungen zwischen Wirtschaft und Politik auf. Andrea Hodoschek steht kontinuierlich für qualitätsvolle Wirtschaftsberichterstattung, die sich auch an den Interessen ihrer Leserschaft orientiert.

2011
Unter dem Motto „Frauen vor den Vorhang“ wurde der Wiener Journalistinnenpreis 2011 im Wiener Rathaus erstmals verliehen: Preisträgerin war die damalige Profil-Redakteurin Ulla Schmid.