Mit Mentoring wachsen

Wir konnten unser Mentoring-Programm 2020/2021 zwar nur virtuell beenden, unsere Trainerin und wunderbare Begleiterin im Programm, Kerstin Witt-Löw, sowie Münire Inam und Martina Madner als Organisatorinnen des Programms freuen sich aber sehr über den überaus positiven Zuspruch – und über die vielen Erfolge, die Mentorinnen und Mentees trotz der herausfordernden Krisensituation feiern konnten. Ein paar Eindrücke – aus den sonst natürlich vertraulichen Runden – wollen wir auch hiermit vermitteln.

Mentoring… vermehrt Schönes!

Astrid Kuffner, freie Journalistin und Moderatorin und im Frauennetzwerk-Vorstand war zum ersten Mal Mentorin und unterstützte Tania Napravnik, Sendungsgestalterin und Projektleiterin von „Globale Dialoge“ auf Radio Orange 94,0. Sie trafen sich nach dem Auftakt Ende Februar noch rasch bei der Aida, dann virtuell und schließlich an der frischen Luft bei „ihrem“ Parkbankerl im Votivpark.

„Wachstum zu beobachten, in Beziehung zu gehen, um Rat gefragt zu werden, den eigenen Erfahrungsschatz für eine junge Kollegin abzuklopfen – all das hat mich in meinem ersten Jahr als Mentorin – mit Steilvorlage Corona-Pandemie – gestärkt, gefreut und positiv begleitet.“

Astrid Kuffner

„Ich bin im Laufe des Programms eine selbstbewusste Journalistin geworden, habe auch im Prozesses Erfolgserlebnisse feiern gelernt. Ich bin voll gewachsen.“

Tania Napravnik

Aneinander Wachsen

Roberta Rastl-Kircher, Pressesprecherin Diakonie Österreich, unterstützte Ulli Reindl beim Umstieg in der Kommunikationsbranche. Wie sonst auch, lieben es beide sich nicht an (alle) Regeln zu halten – und treffen sich weiterhin.

„Das Mentoring hat uns zusammengeführt. Daran wird auch das offizielle Ende des Programmjahres nichts ändern!  Auch weiterhin werden wir Spazierengehen und noch viel über das Thema Frauen und Arbeit reflektieren. Wir haben viel voneinander gelernt, uns in dieser sehr herausfordernden Zeit am Arbeitsmarkt trotz allem stets motiviert und das Ziel nicht aus den Augen verloren. Wir sind aneinander gewachsen. Auch wenn der Weg noch nicht zu Ende gegangen ist, das Ziel in Sicht!“

Roberta Rastl-Kircher & Ulli Reindl

Die Sparringpartnerinnen

Miriam Koch, Mitarbeiterin in der Arbeiterkammer-Kommunikation, vormals Journalistin beim Trend, Format und der Presse, war Mentorin von Susanne Schönmayr, Mitarbeiterin der SOS Kinderdorf-Kommunikation.

„Susanne hat selbst nie als Journalistin gearbeitet, sondern war immer in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Daher hat sie sich gewünscht, einer Mentorin ganz offen viele Fragen zum Redaktionsalltag und der Sichtweise von Journalist*innen stellen zu können und außerdem über Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Job und Familie zu sprechen. Miriam, die lange Zeit Journalistin war, nun auch in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist und ebenfalls Mutter ist, konnte vieler ihrer Fragen beantworten und war eine tolle Sparringpartnerin. Die Pandemie hat das Mentoring nicht einfach gemacht. Aber gerade weil so viele persönliche Treffen und fachlicher Austausch im letzten Jahr weggefallen sind, war der Austausch egal ob persönlich oder virtuell besonders wertvoll.“

Miriam Koch & Susanne Schönmayr

Mit Herzblut bei der Sache

Daniela Soykan vom ORF Sport unterstützte Sportjournalistin Natascha Marakovits, die es wieder in die Psychologie zurück zog, etwas später, da sie kurzfristig eingesprungen ist – dafür aber mit Herzblut!

„Wir haben uns leider erst einige Monate nach Beginn des Programms kennengelernt, da meine ursprüngliche Mentorin ausgefallen ist. Es war einfach super, wie sie gleich mit Herzblut bei der Sache war. Ich habe von Beginn an gespürt, dass sie sich wirklich für meine Anliegen interessiert und mir weiterhelfen will. Auch wenn es mich mittlerweile wieder zurück zur Psychologie zieht, bin ich sehr dankbar über die Tipps und Anregungen, die mir Daniela im Bereich des Journalismus gegeben hat.“

Natascha Marakovits

„Ich durfte für Natascha als Mentorin „quer einsteigen“, habe mich aber sehr gefreut mit so einer freundlichen und zielstrebigen jungen Frau arbeiten zu dürfen. Nachdem Natascha relativ bald nach unserem ersten Treffen einen gänzlich anderen Weg eingeschlagen hat und Corona leider keine weiteren Treffen möglich gemacht hat, sind wir schriftlich verbunden geblieben. Ich freue mich auf jeden Fall sehr für sie, dass sie offensichtlich einen guten Weg für sich gefunden hat und hoffe, dass ich mit meinen Inputs vielleicht auch ein bisschen etwas zu einem neuen Denken und Tun beitragen konnte.“

Daniela Soykan

Ermutigende Gespräche

Unsere langjährige Mentorin Kristin Allwinger, Markt- und Meinungsforscherin sowie Kommunikationsberaterin bei Akosult stand in dieser Runde im Austausch mit der nunmehrigen ÖBB Content Managerin Marlene Erlacher.

„Das Mentoring-Programm des Frauennetzwerkes hat mich mit vielen unterschiedlichen und spannenden Frauenpersönlichkeiten zusammengebracht – der Austausch hat mich persönlich extrem bereichert. Ein großes Danke an das Team des Frauennetzwerkes, allen voran an Martina und Münire für die Organisation und an Kristin, meiner Mentorin. Die Gespräche mit ihr haben mich zusätzlich ermutigt, ins kalte Wasser zu springen. Monate später kann ich sagen: Mein Jobwechsel hat sich mehr als gelohnt. Weitere Erkenntnis: Familie und Karriere sind irgendwie zu schaffen, die durch die Pandemie veränderte Art zu arbeiten wird Frauen zukünftig in die Hände spielen.“ 

Marlene Erlacher

„Das Mentoring ist eine tolle Sache, die Treffen und Gespräche mit Marlene waren eine Freude und Bereicherung zugleich!“

Kristin Allwinger

Jede findet ihre eigene Herangehensweise

Sonja Bettel, freie Journalistin, war trotz Pandemie-bedingtem enormen Arbeitsaufwand Mentorin von Radio-Journalistin Lisa Kiesenhofer.

„Ich fand die Gespräche mit Lisa sehr bereichernd und glaube, dass ihr uns gut gematcht habt. Ihre berufliche Situation hat sich im Laufe des Mentorings plötzlich unerwartet gewendet und ich war berührt, wie gut sie das gemeistert hat und dass sie einen anderen Job gefunden hat.“

Sonja Bettel

„Als Jungjournalistin fühlt man sich in der Medienwelt oft verloren, unsicher und unqualifiziert. Meine Mentorin Sonja hat es geschafft, mir in vielen Fragen eine gewisse Stabilität zu geben. Abgesehen von einigen Skills, an denen ich durch ihren Input besser feilen konnte, hat mir Sonja etwas wichtiges gelernt: Es gibt nicht DIE eine Patentlösung für gute Beiträge – jede* findet ihre* eigene Herangehensweise.“

Lisa Kiesenhofer

Sicherheit beim Weiterentwickeln

Christine Stockhammer, vormals Leitung der externen ÖBB-Konzernkommunikation, nun Leiterin des EU-Teams in der ÖBB Holding, unterstützte Silvia Samhaber bei ihrem Start als PR-Managerin im AKH Wien/MedUni Wien.

„Silvia und ich hatten von Anfang an menschlich und fachlich einen sehr guten Draht zueinander. Silvia ist eine erfahrene Kommunikatorin und geht sehr strukturiert und professionell an die Dinge heran. Unser Austausch fand entsprechend immer auf Augenhöhe statt und war auch für mich jedes Mal sehr bereichernd. Oft hat oder nimmt man sich neben dem intensiven Tagesgeschäft nicht die Zeit, die eigenen beruflichen Herangehensweisen und Schwerpunkte grundlegend zu reflektieren. Unsere Gespräche haben das ermöglicht und ich habe auch als Mentorin für meine eigene berufliche Entwicklung daraus viel mitgenommen.“

Christine Stockhammer

„Das vergangene Jahr war in vielerlei Hinsicht ein besonderes. Was es zu einem besonders bereichernden Jahr gemacht hat, war der regelmäßige Austausch, die praktischen Hilfestellungen und Anregungen in den Mentoring-Gesprächen. In einem Jahr, in dem alles Kopf gestanden ist, hat das Mentoring eine Sicherheit gegeben und ein Weiterentwickeln ermöglicht. Danke, Christine, dass du mir das mit deinem fachlichen Know-how und deiner offenen und motivierenden Art ermöglicht hast!“

 Silvia Samhaber

Nachdenken über die Zukunft

Melanie Manner, PR-Managerin bei Himmelhoch, davor Redakteurin beim WirtschaftsBlatt, war Mentorin von Andrea Maukisch-Thek.

„Die wichtigste Ergebnis des Programms war für mich das Nachdenken, was ich wirklich machen will. Mir hat meine Mentorin einen super Einblick in das Agenturleben gegeben mit allen Vor- und Nachteilen. Und sie ist mir mit Ehrlichkeit, Anregungen, Engagement, Rat und Tat zur Seite gestanden.“ 

Andrea Maukisch-Thek

Wir danken allen Mentorinnen für ihre Zeit und wünschen ihnen und allen Mentees alles Gute für die weitere berufliche Zukunft. Dem Kuratorium für Journalisten Ausbildung, insbesondere Barbara Dürnberger für die tatkräftige Unterstützung. Die nächste Runde wird voraussichtlich im September 2021 starten, Bewerbungen sind ab Juni willkommen!

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