Echte Frauenpolitik statt Lippenbekenntnissen – auch in den Medien!

Am 8. März ist Weltfrauentag: Das Frauennetzwerk Medien fordert Chancengleichheit und den Abbau sexistischer Diskriminierung in der Medienbranche.

Geringere Einkommen, weniger Führungspositionen, prekäre Arbeit oder unterbezahlte Selbstständigkeit – das ist auch im Journalismus für viele Frauen Realität.

Das Frauennetzwerk Medien fordert daher

1.    dass, die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern endlich geschlossen wird;

2.    faire und transparente Honorare für freie Journalist*innen;

3.    finanzielle Sicherheit für selbstständige Medienschaffende, speziell während und nach der Schwangerschaft sowie in Zeiten, die sie für die Pflege von Kindern und Angehörigen aufwenden

4.    ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern im Medienmanagement, in Führungspositionen der Redaktionen, genauso wie PR-Unternehmen und Medienpolitik;

5.    den Abbau von prekären Beschäftigungs- und befristeten Dienstverhältnissen in der Branche, von denen insbesondere Frauen häufig betroffen sind, sowie ein Ende von unterbezahlten (Schein- oder Dauer-)Praktika und

6.    den (Wieder-)Ausbau von Förderungen für Organisationen, die feministischen Journalismus forcieren, feministische Denkarbeit leisten oder feministische Forschung betreiben.

Das Frauennetzwerk Medien solidarisiert sich außerdem mit dem Streikaufruf des Deutschen Journalistinnenbundes und unterstützt die Forderungen der Initiator*innen nach mehr feministischem Journalismus, einem Ende des Outsourcings in Medienunternehmen und damit Unterwanderung von gewerkschaftlich erkämpften Arbeitsrechten sowie Einkommensvereinbarungen, stattdessen eine Bindung an noch zu erhöhende Tarife sowie Arbeitszeitverkürzung und den Ausbau von Kinderbetreuung.

Der Vorstand des Frauennetzwerks Medien fordert deshalb von der Regierung echte Frauenpolitik statt Lippenbekenntnissen sowie eine solide Förderungspolitik für alle Organisationen, die sich für die Rechte von Frauen einsetzen. Unsere männlichen Kollegen laden wir ein, sich mit Kolleginnen zu solidarisieren. Feminismus geht uns alle an! Einen kämpferischen, erfolgreichen Frauentag wünscht der Vorstand des Frauennetzwerks Medien allen Frauen, die in und mit Medien beschäftigt sind!

Am Foto: Elf der 13 Vorstandsfrauen, v.l.n.r.: Kristin Allwinger, Münire Inam, Alexandra Wachter, Martina Madner, Edith Stohl, Cornelia Breuß, Augustine Wöss, Elfriede Hammerl, Jelena Gucanin, Olivera Stajic, Veronika Pelikan. Auf dem Bild fehlen Bettina Figl und Gabi Pflug. Bild: L. Puiu

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